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Forschungsministerium stellt 2 Mio. Euro für Projekte mit LED-Technik in Freiburg bereit

Freiburg erstrahlt in neuem Licht: Forschungsministerium stellt 2 Mio. Euro für Projekte mit LED-Technik bereit

Unverhofft kommt oft: 141 deutsche Städte hatten sich beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) um Projektmittel aus dem Wettbewerb „Kommunen in neuem Licht“ beworben, für den das Ministerium 20 Millionen Euro bereit gestellt hat. Als eine von nur zehn ausgewählten Städten kam dabei auch die Stadt Freiburg zum Zuge. Der Lohn: In den kommende 18 Monaten kann das zuständige Garten und Tiefbauamt (GuT) konkrete Beleuchtungsprojekte in LED-Technik auf den Weg bringen, so wie es in der Bewerbung „LED-Masterplan Freiburg“ vorgeschlagen hatte.

Ausgangspunkt für den Wettbewerb war die Tatsache, dass die Leuchtdioden-Technik weltweit vor der Markteinführung in der Allgemeinbeleuchtung steht. Für Kommunen wäre die Einführung dieser Technik flächendeckend momentan noch nicht wirtschaftlich. Im Garten- und Tiefbauamt wird jedoch seit Jahren bereits die Umrüstung von öffentlicher Beleuchtung auf NAV-Lampen (energieeffiziente Natriumdampfbeleuchtung) vorangetrieben. Mit der Auszeichnung des Ministeriums kann das GuT nun bereits die nächste Generation bei der energieeffizienten Beleuchtung testen. Dabei ist folgendes Vorgehen geplant, wie der für das GuT zuständige Erste Bürgermeister Otto Neideck erläuterte: „Wir müssen die einzelnen Projekte beim BMBF beantragen und können die Projektmittel in den nächsten 18 Monaten peu a peu abrufen.“ Vorgesehen seien unter anderem Projekte wie die Umstellung der historischen Innenstadtbeleuchtung, die Beleuchtung des Münsters, des Rathausplatzes, des Stadtgartens und der Wiwili-Brücke. Die Vorteile der LED-Technik liegen in der Energieeinsparung, der langen Lebensdauer, der umweltgerechten Entsorgung und in völlig neuen Möglichkeiten einer maßgeschneiderten Beleuchtung. Die LED-Technologie kann jedoch nicht einfach die heutigen Beleuchtungssysteme ersetzen. Die technische Planung, die Verarbeitung, die Installation, die Wartung und die Nutzung für das Wohlbefinden der Menschen, setzen ein grundsätzlich geändertes Herangehen an die neuen Beleuchtungssysteme voraus. Deswegen hat das GuT das Konzept für den Wettbewerbsantrag in Abstimmung mit der Firma Hess aus Villingen-Schwennigen abgestimmt, die in der LED-Entwicklung führend ist.

Für Oberbürgermeister Dieter Salomon sind zwei Aspekte der Auszeichnung besonders wichtig: „Wir können als Modellstadt eine innovative Technik in der Praxis erproben, die zwei ökologische Vorteile verbindet: Geringen Energieverbrauch und deutlich längere Haltbarkeit.“ Überdies könnten damit auch stadtgestalterische Impulse gesetzt werden. Neben dem GuT als federführendem Amt haben auch die Badenova, das Stadtplanungsamt, die FWTM und das Fraunhofer Institut für Angewandte Festkörperphysik in Freiburg die Bewerbung mit erarbeitet. Dieses Institut ist es auch, das im Jahr 1996 die LED-Technik entwickelt und damit den Grundstein für eine energieeffiziente und umweltfreundliche Beleuchtung für die Zukunft begründet hat.

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